Spezialseminare

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Borderline-Persönlichkeitsstörung und EMDR

Leitung: Dolores Mosquera

Ort: Köln-Deutz

Teilnahmegebühren: Finden Sie auf dem Anmeldeformular.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD) stellt Therapeuten vor große Herausforderungen. Patienten mit dieser Diagnose sind dafür bekannt, impulsiv, reaktiv und in hohem Maße sensitiv zu sein. Sie treten häufig mit hohem Risikoverhalten, Suizidgedanken und einer Geschichte oder der Gefahr von Selbstmordversuchen auf. Aspekte der Gegenübertragung spielen bei der Behandlung dieser Population eine wichtige Rolle. Borderline-Patienten können starke Gegenübertragungen beim Therapeuten erzeugen, und EMDR kann ebenfalls starke Affekte beim Patienten aktivieren. Deshalb ist es für Therapeuten wichtig, Schutzreaktionen bei Affektphobien sowohl bei sich selbst als auch bei ihren BPD-Patienten erkennen zu können. Affektphobien bei Patienten wie auch bei Therapeuten können ausschlaggebend für die Auswahl und Anwendung der Behandlungsstrategien der EMDR-Therapie mit BPD sein.

Es kann manchmal schwierig für EMDR Therapeuten sein, den verbindenden roten Faden zwischen den Symptomen der Patienten (einschließlich der häufigen Schwierigkeiten, die sie in der therapeutischen Beziehung zeigen) und dem frühen Umfeld herzustellen, in dem sie aufgewachsen sind - einem Umfeld, das durch eine hohe Rate an Bindungsbrüchen und schwerwiegende traumatische Ereignissen gekennzeichnet ist. Anhand von Videos werden wir aufzeigen, wie von gegenwärtigen Symptomen zu zentralen Erinnerungsknoten für die EMDR-Therapie gelangt werden kann und wann Abwehrmechanismen angesprochen werden müssen.

Dieser Workshop bietet eine Integration der Borderline-Pathologie und des Adaptive-Information-Processing-Modells bis hin zur Fall-Konzeptualisierung von BPD-Patienten. Der Workshop wird zeigen, wie wichtig es ist, die Rolle von Abwehrmechanismen entlang der 8 Phasen der EMDR-Therapie erkennen zu lernen und auch, wie diese Themen angesprochen werden können.

Die Behandlungsplanung wird in Anlehnung an unterschiedliche Probleme von Patienten dargestellt. Es werden außerdem an Beispielen gezeigt, wie man bei diesen Patienten die Aufarbeitung innerhalb des Toleranzfensters halten kann.

Dolores Mosquera ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie ist Direktorin des „Institute for the Study of Trauma and Personality Disorders” (INTRA-TP) in Spanien, einem Institut, in dem sie seit vielen Jahren an Fällen schwerer Traumatisierung mit EMDR arbeitet. Sie wurde in verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen ausgebildet und ist EMDR-Supervisorin und -Schulungsleiterin in Europa. Aufgrund ihrer international geführten Seminare, Workshops und Vorträge hat sie umfassende Lehrerfahrung. Sie hat viele Bücher und Artikel über Persönlichkeitsstörungen, komplexe Traumata und Dissoziation veröffentlicht und wird als Expertin auf diesem Gebiet anerkannt.

Teilnahmevoraussetzung: EMDR-Fortgeschrittenen-Seminar
Seminarzeit: 9:00 Uhr – 17:30 Uhr
Zertifizierung durch die Kammer: voraussichtlich 7 Fortbildungspunkte

Das Seminar wird in Englisch gehalten.
Für eine Übersetzung ins Deutsche können Sie eine Simultanübersetzung per Kopfhörer buchen (Kosten: 30,- €).
Die Kopfhörer sind am Seminartag nur in der vorbestellten Anzahl verfügbar.

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Weitere Informationen

EMDR-Institut Deutschland, Dr. Arne Hofmann, Dolmanstr. 86 b, 51427 Berg. Gladbach
Fax: 02204/963182 - Tel.: 02204/25866 - E-Mail: info@emdr-institut.de

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